Genre: Third-Person-Shooter
Artikel - Seite 1: Spielbericht
ObsCure 2
Gruseliger Teenie-Trip

Lang ist es her, das Obscure 2 am 07.09.2007 in die Läden kam, doch nun haben auch wir durch Zufall dieses doch sehr spaßige Koop-Spiel entdeckt. Also haben wir uns die Controller geschnappt, das Licht ausgemacht und uns in das Survival-Horror geschehen gestürzt. Anzumerken wäre hier, dass wir nur die Wii-Version des Spiels zur Hand gehabt haben. Unterschiede zur PlayStation 2- und PC-Version gibt es nur in der Grafikdarstellung und in der Steuerung, was wohl verständlich ist.

Die Story setzt zwei Jahre nach dem Geschehen des ersten Teiles an. Ähnlich wie im ersten Teil beginnt alles an einer Universität. Auf dem Campus der Fallcreek Universität taucht plötzlich eine merkwürde Pflanze auf. Die Jungendlichen stört das erstmal nicht weiter, bis die Situation auf einer Party eskaliert. Die Blume gibt ihre Sporen ab, welche die gesamte Partygesellschaft in Monster verwandelt. So beginnt der Kampf um das Überleben für die Teenies. Die Schauplätze reichen von einem düsteren Wald bis hin zu einem verlassenen Krankenhaus. Anfänglich spielt man die verschiedenen Handlungstränge der Protagonisten, die dann später zu einem Hauptstrang zusammenführen. Einige der Charaktere dürften einem bekannt vorkommen, wenn man den ersten Teil bereits gespielt hat, aber es gibt auch genug neue Teenies, mit denen man die Monster verprügeln kann.

Es gibt insgesamt sieben spielbare Charaktere – 4 neue und 3 alte – die mehr oder weniger unterschiedliche Spezialfertigkeiten haben. Zum Beispiel ist der Sven Hansen besonders stark und kann Kisten und andere bewegliche Gegenstände verschieben, während Mei Wang geschickt mit dem Computer ist und somit zum Beispiel Türschlösser hacken kann.

Jeder der Charaktere verfügt über eine Spezialfähigkeit, wie zum Beispiel schwere Gegenstände verschieben.

Die Waffenauswahl ist auch sehr reichlich, wobei man zwischen Fern- und Nahkampfwaffen unterscheiden kann. Das Schießeisenarsenal reicht von der Elektroschockpistole über das Gummigeschossgewehr bis hin zur herkömmlichen Pistole und der guten, alten Schrotflinte. Die Munition ist allerdings anfänglich sehr knapp bemessen. Zum Ende hin hat man zwar das Gefühl genug zu haben, aber auch hier ist die Munition relativ schnell verbraucht. Wenn das Schießeisen versagt, kann man immer noch auf eine zahlreiche Auswahl von Nahkampfwaffen zurückgreifen. Diese reicht vom Hockeyschläger bis hin zur elektrischen Kettensäge. Die Kettensäge und die Elektroschockpistole kann man an ausgewählten Steckdosen und Strommasten wieder aufladen. In jedem Level kann man drei kleine Schlüssel finden, die eine magische Kiste öffnen können. Diese enthält Spezialwaffen, wie zum Beispiel die schon erwähnte Elektroschockpistole, aber auch ein paar Waffen mit mehr Durchschlagskraft, wie zum Beispiel die Armbrust mit Explosivgeschossen.

Größtenteils besitzt man eine frei drehbare Kamera, die durch zeigen auf die Seitenränder funktioniert. Es gibt nur wenige Stellen, an der man eine feste Kamera hat, dies kommt zum Beispiel in sehr kleinen Räumen vor. Die Schusssteuerung ist bei der Wii-Version gut gelöst. Während man mit der Wii-Fernbedienung auf den Gegner zeigt und schießt, kann man durch schütteln des Nunchuk-Controllers nachladen. Probleme treten hier nur bei der Kamera auf, da der Charakter sich manchmal einfach umdreht und in die falsche Richtung schießt. Der Nahkampf funktioniert ähnlich leicht: durch schütteln der Fernbedienung, schlägt der Charakter zu.

Oft bleibt einem nichts anderes übrig, als den Gegner mit Waffen wie einem Hockeyschläger zur Strecke zu bringen.

Das eigentliche besondere an diesem Spiel ist allerdings der Koop-Modus. In der PlayStation 2 -Version, sowie auch in der Wii-Version des Spiels, kann jederzeit ein zweiter Spieler ein- oder aussteigen. Er übernimmt dann einfach die Rolle deines Gefährten, der ansonsten von der KI gespielt wird. Mit ihm kann man dann die gesamte Story durchspielen. Die Kamera kann problemlos durch einen Knopfdruck zwischen den beiden Mitspielern gewechselt werden, was sehr hilfreich ist, wenn man aus der Sichtweite des Hauptspielers kommt. Ein weiteres lustiges Feature ist, dass man seinen Mitspieler mit einer der Schlaginstrumente zu Boden hauen kann. Es macht einfach nur Spaß deinen Freund nach einer dummen Bemerkung eins über den Schädel zu ziehen. Im Kampf geschieht dies dank des Zielsystems zum Glück nicht. Der Mitspieler ist aber nicht nur da um ihn zu Verprügeln, es gibt viele Situationen, wo er auch sehr nützlich sein kann. An einigen Stellen kann zum Beispiel nur der athletische Corey Wilde empor steigen und seine Mitspieler hinter sich hochziehen. An einer anderen Stelle muss man einen Scheinwerfer auf die Monster richten, während dein Mitspieler eine Kiste durch den Raum zieht. Dadurch, dass man oft mit dem Mitspieler agieren muss und die Gegner teilweise so stark sind, dass sie nur zu zweit besiegt werden können, entsteht ein tolles Koop-Gefühl.

Oft kommt es zu Situationen, wo es nur mit Hilfe des anderen Spielers weitergeht.

Ein Grafikwunder kann man bei diesem Spiel nicht erwarten. Man erkennt auf den ersten Blick, dass das Spiel ursprünglich für die PlayStation 2 entwickelt worden ist. Die Wii-Version kann hier nur durch leicht schärfere Texturen einen Unterschied aufweisen.

Durch das Spiel hindurch schaltet man immer mehr Extras frei. Diese beinhalten neben einigen Artworks und dem Soundtrack auch die schon gesehenen Videosequenzen. Sollte man alle kleinen Schlüssel im Spiel gefunden haben so befindet sich in der letzten Box ein Videoband, welches das verbleiben zweier Charaktere aus dem ersten Teil aufklärt.


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Autor: Daniel - Erstellt: 08. November 2008 - Kategorie: Klassik-Test
 
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